Wallboxen für Fertiggaragen

Wallbox Installation: Alle wichtigen Fragen beantwortet

Für Besitzer einer kleinen Solaranlage auf der Garage oder dem eigenen Hausdach lohnt es sich auch über den Kauf einer Ladestation für E-Fahrzeuge nachzudenken. Denn mit dem überschüssigen Strom lassen sich Elektroautos zuhause laden – und zwar bequem und kostengünstig. Was Sie bei einer Wallbox Installation beachten müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Moderne Wallbox mit gängigem Typ2-Stecker

Hinweis: In diesem Ratgeber geht es um die Installation einer Wallbox, die sich idealerweise mit einer Solaranlage auf dem Dach einer Fertiggarage verbinden lässt. Wenn Sie jetzt direkt mehr dazu erfahren wollen, empfehle ich Ihnen meinen Ratgeber-Artikel „Solaranlage auf Garagendach“.

Wo sollte man eine Wallbox am besten installieren?

Grundsätzlich eignen sich alle Standorte für eine Wallbox Installation. Allerdings ist es natürlich naheliegend eine Ladestation für Elektroautos in der heimischen Fertiggarage oder unter Ihrem Carport anzubringen. Denn hier steht Ihr Fahrzeug geschützt vor Wind und Wetter, wenn es geladen wird. Alternativ lässt sich eine Wallbox natürlich auch auf dem Stellplatz installieren, an dem Sie gewöhnlich Ihr Elektrofahrzeug parken. 

Eine Fertiggarage bietet allerdings den Vorteil, dass sich die Wallbox in die Hauselektrik integrieren und an der Garagenwand befestigen lässt. Doch unabhängig vom Standort sollten Sie vorab die räumlichen und baulichen Voraussetzungen überprüfen. Denn insbesondere bei älteren Garagen kann es unter Umständen notwendig sein, die Elektrik vorab zu erneuern.

Benötigen Wallboxen ein „Dach über dem Kopf“?

Eine Wallbox braucht nicht zwangsläufig den Schutz eines Daches, denn die meisten Ladestationen sind für den Außenbereich geeignet. Wie widerstandsfähig eine Wallbox ist, zeigt die so genannte IP-Schutzklasse an. 

Dabei steht IP für Internal Protection. Der durch die IP-Schutzklasse festgelegte Wert bei Wallboxen liegt so gut wie immer bei mindestens IP44. Mit diesem Wert sind die Ladestationen sowohl gegen Fremdkörper mit einem Durchmesser von größer als einem Millimeter als auch  gegen Spritzwasser geschützt. 

Beim IP 54 ist eine Wallbox sogar vollständig gegen Berührungen und Staubablagerungen im Inneren geschützt, ebenso wie gegen Spritzwasser aus jedem Winkel. Darüber hinaus bieten einige Hersteller auch ein Schutzdach für die Wallbox als Zubehör an.

Unterschiedliche Anordnung der Steckverbindungen

Wallbox: Tipps zum Start (ADAC Video)

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Kann ich eine Wallbox selbst installieren?

Eine Wallbox Installation sollte unbedingt von einem Fachmann durchgeführt werden, denn Ladestationen für E-Autos benötigen Starkstrom. Die entsprechenden Kabel mit 400-Volt-Spannung müssen aus diesem Grund von zertifizierten Elektrikern verlegt werden. Ein qualifizierter Fachbetrieb führt nicht nur den fachgerechten Einbau durch, sondern übernimmt auch die Anmeldung der Ladestation beim Netzbetreiber. 

Wichtig: Sollten Sie die Wallbox Installation dennoch selbst durchführen und es kommt während des Einbaus oder später zu einem Schadenfall, droht Ihnen neben der Gefahr sich zu verletzen auch Ärger mit der Versicherung. Im schlimmsten Fall bleiben sie sogar ganz auf Ihren Kosten sitzen.

Welche Steckertypen zum Laden von E-Autos gibt es?

Wer sich für eine Wallbox Installation entschieden hat, sollte sich im Vorfeld darüber informieren, welchen Steckertyp das eigene E-Auto besitzt. Die meisten Elektroautos hierzulande verfügen über den so genannten „Typ-2-Stecker“. Dieser gilt seit dem Jahr in der Europäischen Union als Standard. 

Ältere Fahrzeugmodelle sowie Elektro-Autos von asiatischen oder amerikanischen Herstellern sind hingegen oft mit dem Typ-1-Stecker ausgestattet. Wenn man bei der Wahl seine Fahrzeugs flexibel sein will, ist es ratsam ein Modell zu wählen, dass neben dem Typ-2-Stecker noch weitere Steckverbindungen anbietet.

Überblick über die IP-Schutzklassen

Welche Installations-Voraussetzungen sind noch zu erfüllen?

Bei einer Wallbox Installation ist in Deutschland die Verwendung eines Fehlerschutzschalters zwingend vorgeschrieben. Dieser sorgt dafür, dass kein Rückstrom beim Laden des E-Fahrzeugs in das Stromnetz gelangt. Die meisten Wallboxen verfügen jedoch bereits über einen solchen Fehlerschutzschalter. 

Die Ladestation muss außerdem mit einer separaten Stromleitung vom Sicherungskasten aus angeschlossen sein. Dieser muss darüber hinaus ausreichend viel Platz für die notwendigen Sicherungsautomaten und gegebenenfalls den FI Typ B bieten. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die vorhandene Stromleitung für die von der Wallbox benötigte Leistung ausgelegt ist.

Wo muss ich eine Wallbox anmelden beziehungsweise genehmigen lassen?

Vor der Wallbox Installation muss die Ladestation beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet beziehungsweise beantragt werden. Denn dieser muss sicherstellen, dass seine Leitungen für die Belastung ausgelegt sind. Bis zu einer Leistung von zwölf Kilowatt reicht eine Anmeldung aus; ab einer Leistung darüber ist eine Genehmigung erforderlich. 

In der Regel übernimmt diese Aufgabe der Elektrofachbetrieb, der auch die Wallbox Installation durchführt. Eine frühzeitige Anmeldung/Beantragung ist allerdings sinnvoll, da eine Antwort des Netzbetreiber oft einige Zeit auf sich warten lassen kann. Nach der Zusage des Netzbetreibers haben Sie dann vier Monate Zeit, Ihre Ladestation anzubringen.

Hinweis: In diesem Ratgeber geht es um die Installation einer Wallbox, die sich ideal in einer Fertiggarage anschließen lässt. Wenn Sie mehr über Fertiggaragen erfahren wollen, empfehle ich einem meinen Ratgeber-Artikel „Fertiggarage kaufen“.

Was kostet eine Wallbox Installation?

Je nach Arbeitsaufwand kostet eine Wallbox Installation zwischen 1.000 und 1.500 Euro. Muss die Elektrik erneuert werden oder ist es notwendig, Wände zu durchbrechen, kann es auch noch deutlich teurer werden. 

Auch Änderungen am Sicherungskasten oder längere Kabelwege können mit mehreren hundert Euro zusätzlich zu Buche schlagen. Unter Umständen kostet auch die Anmeldung beim Netzbetreiber Geld. Hier können noch einmalig Kosten in Höhe von rund 500 Euro fällig werden. 

Die Wallbox selbst kostet zwischen 350 und über 1.500 Euro. Leistungsstärkere Geräte sind dabei meistens auch mit höheren Kosten verbunden. Dennoch gilt: Sowohl beim Kauf einer Ladestation fürs Elektro-Auto als auch bei der Wallbox Installation sollten Sie nicht an der Qualität sparen.

Bekomme ich eine Förderung für meine Wallbox?

Der Bund hat den Kauf und die Installation von Wallboxen mit bis zu elf Kilowatt Ladeleistung an privat genutzten Stellplätzen von Wohngebäuden mit 900 Euro gefördert (Zuschuss 440). Allerdings: Der Fördertopf ist seit Herbst 2021 leer. Derzeit können keine neuen Anträge bearbeitet bzw. gestellt werden. 

Fraglich ist, ob die neue Bundesregierung das Förderprogramm wieder auflegt. Ich informiere Sie natürlich  über eine nächste, staatliche Förderung, sobald diese steht.

Regionale und lokale Förderprogramme

 Es gibt viele regionale und lokale Förderprogramme, die bei der Installation der Wallbox (finanziell) unterstützen. Voraussetzung ist meist, das Öko-Strom benutzt wird. Teilweise sind die Fördermittel sogar höher als bei den KfW-Zuschüssen.  Auch Energieversorger bieten attraktive Programme an. Hier lohnt es sich, nachzufragen.

Link-Tipp: Das Unternehmen e.on eine Überblick-Seite zu den Fördermöglichkeiten erstellt.

Häufige Fragen zum Thema Wallbox

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